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NADA_Athletenbroschuere_2015

Trainings- und Wettkampfkontrollen Trainingskontrollen finden außerhalb des Wettkampfes statt und erfolgen in der Regel unangekündigt. Die Kontrollen können in deiner Wohnung, in der Trainingsstätte, in der Schule oder an ei-nem anderen geeigneten Ort durchgeführt werden. Unabhängig von deiner Sportart sind dabei Urin- und Blutkontrollen möglich. Wer einem Testpool der NADA angehört, muss jederzeit mit Do-pingkontrollen rechnen und dafür zur Verfügung stehen. Bei Wett-kämpfen werden Athleten persönlich durch eine Kontrollperson, den sogenannten „Chaperon“, über Ort und Zeitpunkt der Kontrol-le informiert. Vor der Kontrolle darfst du zuerst noch die Siegereh-rung, Pressekonferenz, ärztliche Behandlung oder Ähnliches ab-schließen. Der Chaperon begleitet dich allerdings die ganze Zeit. Die NADA ist sowohl für die Planung der Trainings- als auch der Wettkampfkontrollen zuständig. Dopingkontrollen vor Ort Die Mitarbeiter des Doping-Kontroll-Systems der NADA sind in erster Linie für die Planung und Überwachung der Dopingkontrollen verantwortlich. Die Durchführung der Kontrollen bei den Athleten vor Ort übernimmt ein exter-ner, sportunabhängiger Dienstleister. Die Proben werden anschließend an ein WADA-akkreditiertes Labor versendet und analysiert. WADA-akkreditierte Labore in Deutschland Die NADA arbeitet eng mit den beiden für Dopinganalytik akkreditierten Laboren in Deutschland zusammen. Diese sind für die Analyse der Dopingkontrollen (Urin- und Blut-proben) der NADA verantwortlich. • Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln: www.dopinginfo.de • Institut für Dopinganalytik und Sportbiochemie Dresden in Kreischa: www.idas-kreischa.de Alle Infos online! Auf der Website der NADA findest du weitere Infos zum Kontrollsystem und zum Ressort Doping-Kontroll-System: www.nada.de/doping-kontroll-system Wie läuft eine Urinkontrolle ab? Sowohl du als auch der Kontrolleur müssen sich als Erstes auswei-sen. Die einzelnen Schritte der Kontrolle nimmst du als Athlet vor. Dann wählst du ein Probenahmekit aus, das zwei Flaschen mit ei-ner identischen Codenummer auf Deckel und Flasche enthält (die A- und die B-Probe). Du musst dir die Hände mit Wasser, aber ohne Seife waschen und danach unter Sichtkontrolle (entfällt bei unter 16-Jährigen) einen Becher mit mindestens 90 ml eigenem Urin füllen. Auch den Urinbecher musst du selbst auswählen. Der Urin wird anschließend auf die zwei Flaschen verteilt, und diese wer-den versiegelt. Ein kleiner Rest verbleibt im Becher, um sofort die Dichte des Urins zu prüfen. Je nach Ergebnis dieser Prüfung kann es sein, dass das Kontrollpersonal eine weitere Probe verlangt. Die Flaschen für die A- und B-Probe können erst im Labor wieder geöffnet werden. Dabei wird die Versiegelung gebrochen. Eine Ma-nipulation, etwa auf dem Weg ins Labor, ist deshalb nicht möglich. Aufgrund der Codenummern auf den Etiketten ist auch keine Ver-wechslung möglich. 15


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