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NADA_Athletenbroschuere_2015

Verbotene Substanzen und Methoden S5 Diuretika und andere Maskierungsmittel Beispiele für verbotene Substanzen: Maskierungsmittel: z. B. Probenecid; Diuretika: alle, z.B. Furosemid (z. B. Lasix®), Hydrochlorothiazid (z.B. Esidrix®). Diese Substanzen können dazu verwendet werden, Dopingsubs-tanzen bei Urinkontrollen zu verschleiern. Diuretika sind Substan-zen, die auf die Nieren einwirken und zu einer vermehrten Harn-ausscheidung führen. Aufgrund dieser entwässernden Wirkung können mit Diuretika Urinproben so „verwässert“ werden, dass ein Nachweis von Dopingsubstanzen nicht mehr möglich ist. Andere Maskierungsmittel wie Probenecid beeinflussen die Ausscheidung verschiedener Substanzen mit dem Urin und erschweren es da-mit, die Einnahme von Dopingmitteln nachzuweisen. Diuretika und Maskierungsmittel sind deshalb jederzeit, in und außerhalb von Wettkämpfen, verboten. Nebenwirkungen Die entwässernde Wirkung von Diuretika kann gefährliche Kon-sequenzen für die Gesundheit haben. Mit der Flüssigkeit werden dem Körper Mineralstoffe entzogen, was bedrohliche Störun-gen des Elektrolythaushaltes nach sich ziehen kann. Die Folgen: akuter Blutdruckabfall, Muskelkrämpfe, Kreislaufkollaps, Ma-gen- und Darmprobleme. S6 Stimulanzien Beispiele für verbotene Substanzen: Amphetamine, Ephedrin und Pseudoephedrin (in verschiedenen Mitteln gegen Erkältungskrankheiten enthalten), Kokain, Methyl-phenidat (z. B. Ritalin®), Modafinil (z. B. Vigil®). Stimulanzien sind Aufputschmittel, die sowohl die körperliche als auch die psychische Leistungsfähigkeit kurzfristig verbessern. Zu dieser Substanzklasse gehören z. B. Amphetamin, Kokain und Ecstasy. Die Wirkung der Stimulanzien ist vergleichbar mit der Wirkung körpereigener Hormone wie Adrenalin und Noradrena-lin. Sie helfen, Müdigkeit zu überwinden, erhöhen die Aktivität der Nerven und steigern die Aufmerksamkeit und das Selbstbewusstsein. Stimulanzien führen dem Körper jedoch keine Energie zu, vielmehr machen sie es möglich, die Energiereserven des Orga-nismus bis zur Erschöpfung auszubeuten. Stimulanzien sind im Wettkampf verboten. Nebenwirkungen Weil Amphetamin, Kokain und Ecstasy alle körperlichen Reserven ausschöpfen, haben sie enorme, teils lebensgefährliche Neben-wirkungen, z. B. schwere Erschöpfungszustände, Blutdruckanstieg, Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkt, Krampfanfälle, Atem-lähmungen und Kreislaufkollaps. Psychische Nebenwirkungen sind Unruhe und Übererregtheit, Schlafstörungen, Halluzinatio-nen, Angstzustände und Wahnvorstellungen bis hin zur Psychose. Derartige Nebenwirkungen und Langzeitfolgen werden auch im Zusammenhang mit Ephedrin und Pseudoephedrin beschrieben, auch dann, wenn es sich um frei verkäufliche Präparate (z. B. Wick MediNait®, Aspirin Complex®, Reactine duo®) handelt. 24


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