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NADA_Athletenbroschuere_2015

Wie hat sich das Dopingverbot entwickelt? Nach der Tragödie in Frankreich wurde eine Kommission gegrün-det, die überprüfen sollte, ob Sportler verbotene Substanzen zu sich nehmen – das Ergebnis lautete: leider zu häufig ja. 1968 wur-den deshalb die ersten Dopingkontrollen bei Olympischen Spielen durchgeführt. Mit der Zeit wurde die Liste verbotener Mittel immer länger. Dazu kamen auch unerlaubte Methoden wie das Blutdo-ping und das Gendoping. Grundlage für ein Verbot ist dabei immer die Tatsache, dass eine Substanz oder eine Methode die sportli-che Leistung steigert, die Gesundheit der Sportler gefährdet und gegen den Geist des Sports verstößt. Mindestens zwei dieser drei Kriterien müssen dabei erfüllt sein. Die NADA-Definition von Doping Als Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen und damit als Doping gelten: • das Vorhandensein einer verbotenen Substanz, ihrer Metaboliten oder Marker in der Probe eines Athleten, • der Gebrauch oder Versuch des Gebrauchs einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode, • die Verweigerung, das Unterlassen oder die Umgehung einer Dopingkontrolle ohne zwingenden Grund, • Meldepflichtversäumnisse und Kontrollversäumnisse; jede Kombination von drei Kontroll- oder Meldepflichtver- säumnissen innerhalb von zwölf Monaten wird als ein Verstoß gewertet, • die Beeinflussung des Dopingkontrollverfahrens, • der Besitz, das Inverkehrbringen oder der Versuch des Inverkehrbringens einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode, • der Verkauf oder die Weitergabe von verbotenen Substanzen oder verbotenen Methoden, • die Verabreichung/Anwendung oder versuchte Verabreichung/Anwendung von verbotenen Substanzen oder Methoden, • jegliche Form von Unterstützung oder Beteiligung im Zusammenhang mit einem Verstoß gegen Anti-Doping- Bestimmungen, inklusive des Versuchs, • der Umgang in beruflicher oder sportlicher Funktion mit einem Athletenbetreuer, der aufgrund von Verstößen gegen Anti-Doping-Bestimmungen gesperrt ist oder gerichtlich verurteilt wurde. (Auszug aus dem NADA-Code 2015) Wie erfahre ich, was verboten ist? Die verbotenen Substanzen und Methoden sind in der Verbotsliste der WADA, der Prohibited List, aufgeführt, die jährlich aktualisiert wird. Eine deutschsprachige Version der Liste findest du auf der Website der NADA. Übrigens: Auch im Breitensport wird zu unlau-teren Mitteln gegriffen, um die eigene Leistung zu steigern. Es ist z. B. bekannt, dass in vielen Fitnessstudios anabole Steroide kon-sumiert werden. Auch hier birgt der Missbrauch von Substanzen große Gefahren für die Gesundheit und ist ebenso ein Problem wie im Leistungssport. Woher kommt der Begriff Doping? Ursprünglich stammt der Begriff aus Südafrika. Er bezeichnete einen starken Schnaps, den die Eingeborenen bei Festen und Kulthandlungen tranken. Der Begriff wurde von den Buren, den weißen Einwanderern Südafrikas, und dann von den Engländern übernommen und in der Folgezeit auf alle Getränke übertragen, die eine stimulierende Wirkung haben. Mit dem Sport in Verbin-dung gebracht wurde der Begriff erstmals im Jahr 1889 in einem englischsprachigen Lexikon. 7


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