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NADA TRAINER 2017

„Bei Kontrollen geht in der Regel immer ein Trainer mit, gerade bei den Jüngeren. Die erfahrenen Athleten können das natürlich alleine, wenn ein Sportler aber sagt: ‚Ich möchte jemanden dabeihaben‘, geht immer ein Trainer mit.“ – Kim Raisner Testpools Um diejenigen Athleten zu kontrollieren, die national oder inter-national Top-Leistungen erbringen oder auf sehr hohem Niveau ihrer Disziplin nachgehen, hat die NADA drei sogenannte Testpools etabliert, in die die entsprechenden Athleten eingeteilt werden. In Abstimmung mit dem jeweiligen Spitzenverband wird festgelegt, welche Athleten in welchen Testpool eingeordnet werden und so-mit Trainingskontrollen unterzogen werden können. Bei der Zuord-nung zu einem Testpool spielen vor allem der Kaderstatus und die Risikogruppe der jeweiligen Sportart eine Rolle. Die meisten Leis-tungssportler beginnen ihre leistungssportliche Karriere im Allge-meinen Testpool (ATP). Über die Zugehörigkeit zu einem Testpool informiert die NADA den Athleten persönlich. Insgesamt befinden sich ca. 7.000 Athleten in den Testpools der NADA und unterliegen somit Trainings- und Wettkampfkontrollen. Wettkampfkontrollen können allerdings auch bei Athleten durchgeführt werden, die kei-nem Testpool der NADA angehören. Das Doping-Kontroll-System Trainings- und Wettkampfkontrollen Eine der Kernaufgaben der NADA ist die Planung und Koordina-tion 16 von Dopingkontrollen zum Schutz der sauberen Sportler. Bei den Kontrollen wird grundsätzlich zwischen Trainings- und Wett-kampfkontrollen unterschieden. Trainingskontrollen sind Doping-kontrollen außerhalb von Wettkämpfen. Sie können jederzeit und an jedem Ort erfolgen, während des Trainings ebenso wie in der Freizeit. Die Kontrollen finden grundsätzlich unangemeldet statt. Kontrollen außerhalb von Wettkämpfen betreffen alle Athleten, die Mitglied eines Testpools der NADA sind. Die NADA ist neben den Trainingskontrollen auch für die Durchführung von Wettkampf-kontrollen in Deutschland verantwortlich. Damit liegt die gesamte Kontrollplanung in der Hand der NADA als zentraler Instanz für saubere Leistung. Eine Einflussnahme durch Sportfachverbände ist somit ausgeschlossen, und es ist sichergestellt, dass die Kont-rollen unabhängig durchgeführt werden. Bei Wettkampfkontrollen sind sogenannte Kontrollstationen eingerichtet, die die Privatsphä-re der Athleten während der Kontrollen schützen und zu denen nur autorisierte Personen Zutritt haben. Von dem Moment der Benach-richtigung zur Dopingkontrolle bis zum Eintreffen in der Kontroll-station werden die Athleten vom Kontrolleur oder von einem soge-nannten Chaperon begleitet und beaufsichtigt, um Manipulationen auszuschließen. Erst wenn die Kontrolle endgültig abgeschlossen ist, endet auch die Beaufsichtigung durch das Kontrollpersonal. Kriterien für die Risikogruppen Die NADA teilt Sportarten in drei verschiedene Risikokategorien ein. Welche Sportart welcher Kategorie zugeordnet wird, hängt von vier Kriterien ab: • dem Potenzial zur physiologischen Leistungssteigerung • der Anzahl von Dopingfällen und Auffälligkeiten in Bezug auf Doping in der jeweiligen Sportart • dem öffentlichen Interesse an der Sportart • der Preisgeld- und Gehaltsstruktur in der jeweiligen Sportart Freund. Helfer. Trainer. Das Doping-Kontroll-System Ablauf einer Urinkontrolle Ablauf einer Blutkontrolle


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