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NADA TRAINER 2017

Der Trainer in der Dopingprävention Einbindung von Dopingprävention in den Trainingsalltag Von Trainern wird zunehmend erwartet, auch als Experte für The-men zu agieren, die über die sportpraktische Trainingslehre hi-nausgehen. Insbesondere die Forderungen, in verschiedensten Bereichen Präventionsarbeit zu leisten, nehmen zu. Die Verantwor-tung im Rahmen der Anti-Doping-Arbeit stellt hier keine Ausnahme dar. An dieser Stelle möchten wir Ihnen als Trainer aktiv helfen. Wie Anti-Doping-Arbeit sinnvoll in den Trainingsalltag eingebun-den werden kann, zeigen beispielsweise die Einblicke unserer Spitzentrainer. Darüber hinaus möchten wir Sie dazu ermuntern, auch den direkten Kontakt mit dem Ressort Prävention der NADA zu suchen. Auf Seite 38–39 erhalten Sie einen Überblick über un-sere Angebote, die auch Sie als Trainer gerne nutzen können. Ressort Prävention praevention@nada.de Ethische Aspekte Kriterien für gutes und schlechtes Handeln aufzustellen oder die Motive und Folgen menschlichen Handelns zu bewerten, ist nicht immer einfach. Auch im Sport sollte die Beurteilung moralischer Probleme nicht nur intuitiv erfolgen, sondern sich von ethischen Grundsätzen leiten lassen. So sind die Bemühungen in der Anti- Doping-Arbeit dem Ideal eines humanen und fairen Sports ver-pfl ichtet, der gänzlich auf Doping verzichtet, den fairen Wettbe-werb sucht und die Würde der Sportler achtet. Bereits 1997 wurde vom Hauptausschuss des Deutschen Sportbundes der „Ehrenko-dex für Trainerinnen und Trainer im Sport“ verabschiedet. Es han-delt sich dabei um eine Selbstverpfl ichtung auf die Verantwortung und die Wertmaßstäbe des Trainerberufs. Der Ehrenkodex bildet die moralische Grundlage für ein kritisches berufl iches Selbstver-ständnis. Gemeint ist damit die Arbeit mit Kindern und Jugendli-chen ebenso wie die Arbeit mit mündigen Athleten und Spitzen-sportlern. Ihnen als Trainer wird also explizit eine pädagogische Verantwortung in Ihrem Handeln zugeschrieben. Daraus erwächst auch die Pfl icht, Athleten in Entscheidungen einzubeziehen, von denen sie persönlich betroffen sind. Dabei sollten auch Entwick-lungsmöglichkeiten für die Zeit nach der Sportkarriere nicht aus dem Blick geraten. Denn auch für Spitzensportler gilt: Es gibt ein Leben neben und nach dem Sport – das aber nicht losgelöst vom Sport betrachtet werden kann. Begleiter. Experte. Erfolgsgarant. 36


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