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NADA Elternbroschuere 2016

Noch Therapie oder schon Doping? Dopingfallen Hustensaft & Co. Viele Eltern von Sporttalenten sind verunsichert: Was ist verboten und was nicht? Muss ich bei jedem Medikament, das mein Kind einnimmt, Sorge haben, dass es unter Doping fällt? Tatsache ist: Gerade gebräuchliche Medikamente wie Erkältungsmittel Hus-tensaft 14 oder auch homöopathische Arzneimittel werden oftmals für unbedenklich gehalten – doch auch sie können verbotene Wirkstoffe enthalten und werden damit leicht zur „Dopingfalle“. Teilweise haben Medikamente ähnliche Namen, aber ganz unter-schiedliche Inhaltsstoffe. Damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt, ist es wichtig, jedes Medikament –auch frei verkäufl iche- vor der Einnahme auf verbotene Substanzen zu prüfen. Hilfreich ist hierbei die Medikamenten-Datenbank NADAmed- online unter www.nadamed.de und integriert in der kostenlosen App der NADA. Dopingfallen in Lebensmitteln? Manchmal sind es ganz normale Nahrungsmittel, in denen verbotene Substanzen versteckt sein können. Fleisch, das aus Mexiko oder Chi-na stammt, kann die verbotene Substanz Clenbuterol enthalten, die in diesen Ländern in der Viehzucht missbräuchlich als Wachstums-beschleuniger genutzt wird. Deshalb rät die NADA bei Reisen nach Mexiko und China zu besonderer Wachsamkeit bei der Ernährung. Weitestmöglich sollte auf den Verzehr von Fleischprodukten verzich-tet werden. Um den Eiweißbedarf zu decken, sollte auf andere, sichere Proteinquellen (z.B. Hülsenfrüchte) zurückgegriffen werden. Fragen Sie bei Reisen in diese Länder auch vorab einen Ernährungsbera-ter. Dopingfallen können auch asiatische Tees sein. Die Ma-Huang- Pfl anze, die in asiatischen Tees verwendet wird, enthält das verbotene Stimulans Ephedrin. Vorsichtig sein sollten Sportler auch bei chinesi-schen Schlankheitstees, die verfälscht sein können mit den Substan-zen Oxilofrin oder Methylhexanamin, die auf der Dopingliste stehen. In anderen Lebensmitteln sind bisher noch keine verbotenen Substan-zen gefunden worden. Bei diesen Medikamenten müssen Sportler aufpassen (Auszug): • Spasmo-Mucosolvan® (verschreibungspfl ichtiger Hustensaft): zu jeder Zeit verboten, enthält die verbotene Substanz Clenbuterol. Nicht zu verwechseln mit dem frei verkäufl ichen Hustensaft Mucosolvan®, dieser ist erlaubt. • BoxaGrippal® (Erkältungspräparat): im Wettkampf verboten, enthält die verbotene Substanz Pseudo- ephedrin. • Wick MediNait® Erkältungssirup für die Nacht (Erkältungspräparat): im Wettkampf verboten, enthält die verbotene Substanz Ephedrin. In anderen Wick®- Präparaten sind keine verbotenen Substanzen enthalten. • Reactine® duo (Antiallergikum): im Wettkampf verboten, enthält die verbotene Substanz Pseudoephedrin. • Nux Vomica (homöopathisches Mittel, gegen Brechreiz und Übelkeit): im Wettkampf verboten, enthält die verbotene Substanz Strychnin.


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