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NADA Elternbroschuere 2016

Zweifelhafte Angebote Gerade junge Athleten schenken Tipps und scheinbar gut gemein-ten Ratschlägen von älteren Athleten, Sportärzten, Trainern oder anderen Personen aus dem leistungssportlichen Umfeld oftmals bereitwillig Vertrauen, ohne sie kritisch zu hinterfragen. Auch wenn es sich erst einmal „nur“ um erlaubte Vitaminpräparate handelt: Bereits das kann die Bereitschaft fördern, später unter Umständen auch zu verbotenen Mitteln zu greifen. Denn auf diese Weise wird schnell der Eindruck erweckt, dass ohne zusätzliche Helfer nichts auszurichten ist. Schlimmer noch: Unter den emp-fohlenen Mitteln kann sich auch einmal eine verbotene Substanz 33 befi nden – und schon ist man in eine Dopingfalle geraten. Was tun beim ersten Verdacht? Wenn Sie davon erfahren oder auch nur den Verdacht haben, dass Ihrem Kind die Einnahme leistungssteigernder Mittel nahegelegt wird, sollten Sie zunächst das Gespräch mit Ihrem Kind suchen. Die „Tipps für das gemeinsame Gespräch“ im Kapitel „Es geht auch ohne“ können dabei sehr hilfreich sein. • Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass auch die Einnahme erlaubter Mittel schnell zur Gewohnheit werden kann und damit der Ein- stieg ins Doping näherliegt. Ermutigen Sie es, jede Empfehlung – egal von wem sie ausgesprochen wird – sehr kritisch zu hinter- fragen und Alternativen zu entwickeln. • Handelt es sich bei Empfehlungen durch Sportärzte um erlaubte Mittel wie Vitaminpräparate, sollten Sie mit den entsprechenden Personen in Kontakt treten, sich die Gründe darlegen lassen und die Empfehlung kritisch prüfen. • Wenn Sie erfahren, dass verbotene Substanzen angeboten werden, sollten Sie sehr entschieden vorgehen. Sprechen Sie zunächst mit Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn über die genauen Hintergründe und klären Sie gemeinsam das weitere Vorgehen ab. Es empfi ehlt sich, zum einen mit den Verantwortlichen im Verein oder Verband Kontakt aufzunehmen, zum anderen die NADA – auf Wunsch anonym – zu informieren. Hier erhalten Sie auch Rat und Unterstützung für weitere Maßnahmen. Die NADA kämpft für sauberen Sport Die Mitarbeiter der NADA sind dazu verpfl ichtet, Hinweisen zu Doping nachzugehen, gegebenenfalls Dopingkontrollen in die Wege zu leiten oder die Polizei und die Staatsanwalt-schaft einzuschalten. Die NADA versteht sich allerdings nicht nur als Kontrollagentur, sondern auch als Helfer und möchte den fairen Athleten das Rüstzeug zur Verfü-gung stellen, sich selbst und die Faszination des Sports zu schützen. Scheuen Sie sich also bitte nicht, zu fragen, wenn Sie Beratung zum Thema Anti-Doping und zum Um-gang damit benötigen. Sie können sich auch anonym mit der NADA in Verbindung setzen. Wenn Dopingverdacht im Raum steht Wenn Sie sich Sorgen machen, dass unerlaubte Mittel im Spiel sein könnten, können Sie Rat und Unterstützung bei der NADA oder bei den Anti-Doping- Beauftragten der Verbände erhalten. • NADA – Ressort Prävention: praevention@nada.de de • Anti-Doping-Beauftragte der Verbände • Ombudsmann der NADA Prof. Dr. Roland Baar: www.anti-doping-ombudsmann.de Sie haben den Verdacht, dass Athleten oder Trainer in Doping involviert sind? Für anonyme Hinweise gibt es bei der NADA das Hinweisgebersystem „Sprich‘s an“. Den Link dazu fi nden Sie auf der Website der NADA. Alle Hin-weise können Sie der NADA über das System anonym mitteilen.


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