Im Krankheitsfall 1 richtig handeln – Attest 2 oder Ausnahme­genehmigung, 3 wir erklären euch den Unterschied.

1 Was ist zu tun?

Im Krankheitsfall

Was tun, wenn du mal krank oder erkältet bist? Für dich als Athletin oder Athlet ist es sehr wichtig zu prüfen, welche Medikamente möglicherweise Substanzen enthalten, die auf der Verbotsliste stehen. Bevor du ein Medikament einnimmst, kannst du mit Hilfe der NADAmed immer prüfen, ob in diesem Medikament verbotene Wirkstoffe enthalten sind. Sollte sich herausstellen, dass die Wirkstoffe dieses Medikaments dopingrelevant sind, frage zunächst immer nach alternativen und unbedenklichen Behandlungsmöglichkeiten oder Medikamenten.

Beispielliste zulässiger Medikamente

Auch deine Ärztin oder dein Arzt oder auch Apothekerinnen und Apotheker kennen sich nicht immer aus und wissen über die Anti-Doping-Thematik Bescheid. Sprich offen an, dass du Sportlerin oder Sportler bist und nimm‘ ruhig die Beispielliste zulässiger Medikamente zu Hilfe.  

2 Der Besuch bei der Ärztin oder dem Arzt

Reicht ein Attest?

Wenn du keinem Testpool der NADA angehörst und nicht in einer Liga spielst, in der eine sogenannte TUE-Pflicht besteht, brauchst du für gelistete Medikamente keine Ausnahmegenehmigung. Es reicht zunächst ein ärztliches Attest, das du bei einer Dopingkontrolle vorlegen musst. Das gilt auch für Asthmasprays.

Erst bei einem positiven Dopingbefund muss dann evtl. rückwirkend ein Antrag für eine Medizinische Ausnahmegenehmigung gestellt werden. Wenn du also eine Behandlung mit Medikamenten oder Methoden benötigst, die laut Verbotsliste eigentlich verboten sind, so kannst du dies gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt tun.

3 Die Medizinische Ausnahmegenehmigung

TUE

Solltest du einem Testpool der NADA angehören, oder in einer entsprechenden Liga spielen, so reicht das ärztliche Attest nicht mehr aus. Jetzt benötigst du im Krankheitsfall für die Behandlung mit einer nicht erlaubten Substanz oder Methode eine sogenannte Medizinische Ausnahmegenehmigung, kurz TUE. TUE steht für Therapeutical Use Exemtion. Eine Medizinische Ausnahmegenehmigung wird nur dann bewilligt, wenn du dazu den entsprechenden Antrag bei der NADA stellst. Dieser Antrag wird dann von einem extra dafür eingerichteten Komitee aus Fachleuten geprüft. Dieses wird in Deutschland ausschließlich von der NADA eingerichtet. Sobald der Antrag genehmigt oder abgelehnt wurde wirst du darüber informiert.

Wenn deine TUE anerkannt wird, kannst du das entsprechende Medikament einnehmen. Allerdings musst du warten, bis du grünes Licht von der NADA bekommst.

TUE Antrag

Wenn alles gut läuft, benötigst du keine Medizinische Ausnahmegenehmigung. Falls doch eine solche Krankheit oder Verletzung auftritt, dann findest du hier den TUE Antrag zum Download.

Statement

"Sport macht Spaß, wenn er sauber ist." - Mieke Kröger

Kontakt

Nationale Anti Doping Agentur
Deutschland

Ressort Prävention

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Fon: 0228 81 292 - 0
Fax: 0228 81 292 - 219
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